17.09.2026 11:59
Das Shoppingzentrum der Region feiert Jubiläum
Bereits 20 Jahre ist es her, als das Amriville das erste Mal seine Türen öffnete. Dass der «Stadtmarkt Oberthurgau» in dieser Zeit zu einer beliebten Adresse für Flaneure, Shopperinnen und aller möglicher anderer Gäste geworden ist, zeigte sich am Samstag am Fest zum 20-Jahr-Jubiläum.
Amriswil Obwohl Shoppingzentren normalerweise in grösseren Städten oder deren Agglomeration zu finden sind, kann der Oberthurgau seit mittlerweile 20 Jahren auch bei dieser Diskussion mitreden. Denn das Amriville im Herzen der fast gleich klingenden Stadt ist heute nicht mehr wegzudenken aus der Region. Welche Bedeutung das Shoppingzentrum für viele Menschen in der Region hat, brachte Selina Schildknecht auf der Bühne des Jubiläumsfests zu Ausdruck. Denn als sie von Moderatorin Aline Rutishauser gefragt wurde, was sie für Erinnerungen mit dem Amriville verbinde, wusste die Musikerin aus Hagenwil einiges zu erzählen: «Samstagnachmittage in meinen Teenie-Jahren waren stark geprägt vom Amriville. Denn ich habe oft Stunden mit meinen drei besten Kolleginnen hier verbracht.»
Vorplatz wird Festplatz
Um das 20-Jahr-Jubiläum gebührend zu feiern, wurde der Vorplatz des Amriville kurzerhand in einen Festplatz mit Bühne und grossem, offenen Zelt umgewandelt. Besucherinnen und Besucher konnten so ihr Mittagessen oder ihre Snacks im Festzelt geniessen und gleichzeitig den musikalischen Einlagen von Selina Schildknecht und anderen Musikern aus der Regio zuhören. Doch gegessen wurden nicht nur vor Ort im Pizzaofen zubereitete Pizzen vom Rösslibeck und gegrillte Pouletspiessli von der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt, sondern auch ganz viele Äpfel. Denn Apfelkönigin Nerea Rivero hatte ihre Krone aufgesetzt und verschenkte munter Äpfel an Passanten. «Es ist unglaublich, wie schnell die Äpfel weggehen. Doch es sollte noch eine Weile reichen, denn wir haben 3000 mitgebracht», sagt die Egnacherin kurz nachdem sie ihren Korb wieder mit Nachschub aufgefüllt hat.
Und nicht nur die Besucherinnen und Besucher scheinen Freude an der Apfelkönigin und ihren Geschenken zu haben, sondern auch Nerea Rivero hat sichtlich Spass an ihrem Einsatz: «Es ist eine grosse Freude und macht mich stolz, dass ich als Apfelkönigin amten darf. Und noch viel schöner ist es, dass wir etwas Gesundes verschenken.»
Doch gerade dieser Punkt sei nicht bei allen Generationen von gleicher Wichtigkeit, wisse sie nach dem Verteilen von über 10'000 Äpfeln seit Amtsantritt: «Gerade bei Kindern herrscht gespaltene Meinung über Äpfel. Einige haben extrem Freude über das Geschenk und andere lehnen ab mit der Begründung, dass es zu gesund für sie sei.»
Im Laufe des Nachmittags wurde dann den Gästen des Jubiläumsfests noch einiges mehr an Unterhaltung geboten, denn mehrere Tanzgruppen aus der Region traten auf der Bühne auf und auch Clownin Mimi sorgte für viele Lacher bei den jüngeren Generationen. Und auch das Nostalgie-Karussell sorgte für beste Stimmung bei den jungen Gästen. Obwohl das Kettenkarussell nicht so gross und schnell wie heutige Jahrmarkt-Bahnen ist, passte es doch wunderbar zum Jubiläumsfests des Amriville. Denn um geschätzt bei der Bevölkerung zu sein, muss man weder das grösste Einkaufszentrum noch Karussell sein, sondern einfach am meisten Sympathiepunkte gesammelt haben.
Von David A. Giger